Samstag, 14. Juli 2012

Gute Bücher, schlechte Bücher....

Bevor ich angefangen habe zu nähen war Lesen mein liebstes Hobby.
Ich glaube, wenn ich mich entscheiden müsste, dann müsste ich mich immer noch für das Lesen entscheiden. Obwohl Nähen mittlerweile die meiste Zeit frisst *g*

Allerdings hatte ich in letzter Zeit echt einen Run, was schlechte Bücher betrifft. Boah, was für eine Serie....

Also, hier kommen ein paar Anti-Empfehlungen, sozusagen *g*

1. Guillaume Musso: Nachricht von dir.

Das Buch hat meine Freundin in Hamburg meinem Mann für mich mitgegeben.
(Ich habe von ihm schon früher mal was gelesen, und das war gut. Keine hohe Literatur, aber nett zu lesen).
Diese Buch spielt in San Francisco und Paris. Hach, was will man mehr, zwei meiner drei Lieblingsstaedte. Okay, Hamburg oder wenigstens Berlin hätte noch dabei sein, können, aber nun ja, das Leben ist halt kein Ponyhof.

Die ersten 50 Seiten lasen sich dann auch  ganz gut, leichte Anklänge an "gut gegen Nordwind", aber wer kann schon immer das Rad neu erfinden. Und dann.... dann wird die Story so unglaubwürdig, dass man sich hinterher nur noch ärgert, dass Buch gelesen zu haben. Unfassbar.

Spoiler, nicht lesen, wenn ihr das Buch noch lesen wollt:


klar, eine suizidaere Polizistin aus Manchester eröffnet erfolgreich einen Blumenladen in Paris (!) während sie gleichzeitig wie eine Verrückte mit ihrem Verlobten (wo kam der eigentlich her?) um die Welt reist, während ihr japanischer Student (!) den Laden schmeisst. Und ein englisches Mädchen im Zeugenschutzprogramm bekommt erst ein Spenderherz in den USA um dann wenige Monate nach der Transplantation nach Süd-Frankreich zu reisen - sicherlich)

2. Der Erfolgvorsprung US-Amerikanischer (sic!) TV-Serials. Vergleich dramaturgischer Elemente in "Grey's anatomy" und "Doctor's Diary". Studienarbeit.

Das "Buch" hat meine Tochter geschickt bekommen, weil jemand versehentlich dacht, es handle sich um das Buch zur TV-Serie Doctor's Diary. Leider können wir sie wohl nicht zurückschicken, weil das von den USA aus teurer ist als der Materialwert des Buches Heftes.

DAS Werk war wirklich unfreiwillig komisch.

Die Krönung ist das Schlusswort, ich zitiere: "Merkwürdig an diesem Ergebnis ist jedoch, dass RTL dennoch so hohe Einschaltquoten mit der ersten Staffel von Doctor's Diary erreicht hat. Diese wissenschaftliche Arbeit hat aber eindeutig bewiesen, dass der benutzte Erfolgsfaktor (wie kann man einen Faktor benutzen?) nicht in der dramaturgischen Gestaltung liegt. (....) Aber nach dem sehr überzeugenden Eindruck, den die Analyse der Dramaturgie von Grey's Anatomy hinterlassen hat, behaupte ich, dass es keinen besseren dauerhaften Erfolgsfaktor, als eine ordentliche Dramaturgie gibt. Und wenn die folgenden Staffeln von Doctor's Diary weiterhin so grosse dramaturgische Lücken aufweisen, schliesse ich eine langfristige Konkurrenzfähigkeit gegenüber den US-amerikanischen Primetime Serials aus."

Cool, dass offensichtlich jeder jetzt seine Studienarbeiten veröffentlichen kann, ohne dass da in irgendeiner Form eine Qualitätskontrolle oder wenigstens eine Rechtschreib- oder Grammatikkontrolle (Satzzeichen!) stattfindet. Und schade, dass nirgendwo erwähnt wird, wie diese Arbeit bewertet wurde.

 Braucht man auch nicht zu lesen. Es sei denn, man hat echt viel Langeweile.

3. 50 Shades of Grey / Darker / Freed


Ich muss zugeben, ich habe ziemlich lange gebraucht, bis ich gecheckt habe, was es damit auf sich hat. Ich habe die Bücher bei Barnes & Noble gesehen und mich gewundert, dass da so viele rumstehen, weil die so nach Groschenroman aussahen.
Dann hier und da eine Bemerkung aufgeschnappt, und als ich dann gesehen habe, dass in unserer öffentlichen Bücherei 167 Vormerkungen auf dem Buch waren, dachte ich, okay, dass muss gut sein, dass musst du jetzt auch lesen.

Das die Serie zunächst als Fan-Erweiterung zu Biss/Twilight entstanden ist, habe ich erst später gelesen, bis dahin habe ich mich erst mal gewundert, wie dreist man abkupfern kann *g*
Die Story ist banal: Jungfrau verliebt sich in Sado-Maso-Meister, er sich natürlich auch in sie, und weil er sie so liebt, beschliesst er, für sie die ganz harten Spielchen aufzugeben und sie für ihn die nicht so ganz harten Spielchen mitzuspielen, und nun wollen sie heiraten.
Und natürlich ist er nur zum Sado-Maso-Anhaenger geworden, weil er eine ganz schlimme Kindheit hatte. Aber ihre Liebe wird ihn heilen! (Und der mit ihm befreundete Psychiater *hahaha*)
Irgendwie war da die Vampir-Variante fast noch glaubwürdiger.

Das ist grob zusammengefasst der Inhalt der ersten beiden Bände, dazwischen liegen ungefähr 700 Seiten und droelfzig Sex-Szenen. Was ja manchmal ganz nett zu lesen sein kann, aber nicht in diesem Fall. Nicht ,weil das jetzt alles so shocking wäre, sondern weil es so langweilig ist. Sexszenen. LANGWEILIG. Irgendwann im Laufe des zweiten Bandes habe ich angefangen, sie zu überblättern , weil ich zur Überzeugung gekommen bin, sie wurden mit copy & Paste generiert. Wovon mich das stets gleiche Rascheln der Kondom-Folie beim Aufreissen gebracht hat. Unter anderem.
Zum dritten Band kann ich nichts mehr sagen, nachdem ich den Titel endlich gecheckt hat - FREED, wie befreit - bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich keine Lust habe, weiterhin zu lesen wie zwei völlig flach gezeichnete, Dauer-Lippen-knabbernde (sie) oder schelmisch grinsende (er) Figuren 3x täglich Copy&Paste-Sex haben, was ihn von seiner schweren Kindheit und seinen bösen Neigungen heilt.  Zumals sie ja schon am Ende von Band 2, nach 5 Wochen "Beziehung" beschlossen haben, zu heiraten. Also dann jetzt wohl Verlobung, Hochzeit, Flitterwochen (auf einer einsamen Insel vor Brasilien?), Einzug ins neue Haus, Baum pflanzen, Sohn zeugen, Happy End, und 3x täglich C&P Sex bis an ihr Lebensende. Gähn.

Noch ärgerlicher als die dümmliche Geschichte ist übrigens der gruselige Schreibstil der Autorin, deren englisches Vokabular ähnlich eingeschränkt zu sein scheint wie meins (obwohl Englisch ihre Muttersprache ist. Meine nicht) und die ständig die ewigen gleichen Phrasen wiederholt.

Jetzt lese ich das neue Buch von Karin Slaughter, Criminal.
Wer sie noch nicht kennt und gerne wirklich harte Thriller liest, dem empfehle ich mit ihrem ersten Buch anzufangen, Belladonna. Das gibt es auf amazon.de für wenige Cents gebraucht. (Karin Slaughter hat zwei Serien geschrieben, die jetzt zusammenlaufen. Um die Zusammenhänge zu verstehen, ist es aber gut, mit Belladonna zu beginnen und dann chronologisch weiterzulesen).

Ich hoffe, sie enttäuscht mich nicht :-)


PS Nicht vergessen, ihr habt noch Zeit, bei der Verlosung mitzumachen!



Kommentare:

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